News & Tipps: Blog zur 24h-Betreuung und Pflege

Jacura ist spezialisiert auf die 24h-Betreuung daheim durch Personal aus Osteuropa und möchte Ihnen hier News, Tipps und Einblicke in die 24-Stunden-Pflege und Betreuung geben. Viel Spaß beim Lesen!

24-Stunden-Betreuung Kosten und Mindestlohn ab Januar 2015/ Mindestlohngesetz (MiLoG) für osteuropäische Pflegekräfte

Ab Januar 2015 stehen seitens der deutschen Gesetzgebung einige Änderungen an, die auch die 24h-Betreuung und Pflege daheim betreffen. Hierüber möchten wir Sie gerne frühzeitig informieren.

Mindestlohn 24h Betreuung und Pflege – Kosten für osteuropäische Pflegekräfte werden angepasst

Mindestlohngesetz (MiLoG): Ab 1. Januar 2015 gilt bundesweit ein gesetzlicher Mindestlohn – die 24-Stunden-Pflege-Kosten steigen moderat

Ab dem 1. Januar 2015 gilt bundesweit ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro brutto pro Arbeitsstunde. Dieser Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer, die in Deutschland tätig sind, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber ein inländisches oder ein ausländisches Unternehmen ist. Dies betrifft also auch pflegekräfte aus osteuropäischen Ländern wie bspw. polnische Pflegekräfte, aber auch Personal aus Bulgarien, Slowakei, Tschechien, etc.

Die von uns vermittelten 24-Stunden-Betreuungskräfte sind bei einem unserer ausländischen Partnerunternehmen in Osteuropa angestellt. Dort werden die Beiträge zur Sozial- und Krankenversicherung gezahlt und auch das Formular A1 (bspw. für Pflegekräfte aus Polen) für die Entsendung ausgestellt.

Gesetzlicher Mindestlohn gilt auch für Betreuungskräfte aus dem Ausland

Der Mindestlohn in Deutschland trifft auch auf die entsandten osteuropäischen Betreuungskräfte zu. Die Kosten für eine legale häusliche 24-Stunden-Betreuung durch angestellte Betreuungskräfte werden daher ab dem 1. Januar 2015 ansteigen. Dies gilt sowohl für Betreuungskräfte, die in Deutschland angestellt sind, als auch für im Ausland angestellte Betreuungskräfte, die nach Deutschland entsendet werden.

Was bedeutet das für die Kosten einer 24-Stunden-Betreuung konkret?

Bis zum Ende des Jahres 2014 bleiben die Preise für bereits im Einsatz befindliche Betreuungskräfte i.d.R. konstant. Ab dem 01. Januar 2015 werden die Kosten für die im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung und Pflege entsandten Betreuungskräfte ansteigen. Je nach Situation und Betreuungssituation wird die Steigerung zwischen ca. 150€ bis 300€ betragen. Diese Preissteigerung gilt für alle Anbieter und Vermittlungsagenturen, die die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen einhalten und die Betreuerinnen gerecht entlohnen.

Die folgende Abbildung zeigt die 24-Stunden-Pflege Kosten, die von einigen Faktoren abhängen, wie bspw. der Betreuungssituation vor Ort (Pflegestufe vorhanden, Krankheiten wie Demenz oder Parkinson, etc.), besonderen Rahmenbedingungen, der Qualifikation der Betreuerin und insbesondere den Deutschkenntnissen.

24 Stunden Betreuung Kosten inkl. Pflege Mindestlohn

Pflegestärkungsgesetz ab 01. Januar 2015 kompensiert Betreuungs-Mehrkosten teilweise, z.B. durch eine Erhöhung des Pflegegeldes

Der Bundestag hat am 17. Oktober 2014 in 2./3. Lesung das erste  Pflegestärkungsgesetz beschlossen, um deutliche Verbesserungen in der pflegerischen Versorgung umzusetzen.

Durch das erste Pflegestärkungsgesetz sollen bereits zum 1. Januar 2015 die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen spürbar ausgeweitet werden. Eine Erhöhung wird u.a. in folgenden Bereichen erfolgen: Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Pflegehilfsmittel sowie wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Eine Übersicht über die Verbesserungen finden Sie hier.

24h-Betreuung daheim – trotz Mindestlohn ab 2015 eine gewünschte und weiterhin günstige Möglichkeit

Wenn es um Pflege im Alter geht, ist für viele Senioren die 24h Betreuung zu Hause die erste Wahl. Vielfach ist der Aufenthalt in einem Pflegeheim mit Ängsten hinsichtlich des Umfeldes, sozialer Kontakte und Versorgung verbunden. Meldungen und Berichte in renommierten Medien über teilweise katastrophale Zustände und Personalmangel in Heimen lassen diese Ängste durchaus berechtigt erscheinen.

Auch wenn die Kosten steigen werden, ist eine häusliche 24h-Seniorenetreuung mit osteuropäischen Pflegekräften weiterhin eine günstige Möglichkeit für betreuungsbedürftige Menschen und pflegende Angehörige (s. unsere Infos zu Kosten einer 24h-Betreuung und Leistungen der Pflegeversicherungen).

Zum Vergleich: Die Kosten für ein Pflegeheim betragen im Bundesdurchschnitt knapp 3.300 Euro pro Monat, in einigen Bundesländern wie bspw. NRW deutlich mehr (ca. 4.000 Euro pro Monat). Auch hier ist in Zukunft mit steigenden Kosten zu rechnen.

Hinzu kommt die teilweise steuerliche Absetzbarkeit für eine 24h-Betreuungskraft (s. auch unsere Infos zur steuerlichen Absetzbarkeit einer 24h-Betreuung) und die Erhöhung des Pflegegeldes (in Abhängigkeit von der jeweiligen Pflegestufe bzw. auch bei Vorliegen von Demenz) durch das Pflegestärkungsgesetz.

Ist ‚Schwarzarbeit‘ eine Alternative?

Durch die Einführung des Mindestlohnes und der damit verbundenen Kostensteigerung ist es vorstellbar, dass Schwarzarbeit in Haushalten verstärkt nachgefragt wird. Auch in dieser Hinsicht wird die deutsche Gesetzgebung weiterhin strenge Kontrollen durchführen und sehr hohe Strafzahlungen einfordern. Bei der Beschäftigung von illegal tätigen Betreuungskräften ist niemand bei Problemen zur Stelle und sorgt für einen reibungslosen Wechsel sowie eine Prüfung der Qualifikation im Vorfeld. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Schwarzarbeit und stehen für eine legale und kompetente Betreuung.

Jacura Seniorenbetreuung garantiert weiterhin Legalität ab 2015

Wir kooperieren ausschließlich mit osteuropäischen Partnerunternehmen, die die gesetzlichen Bestimmungen ab 2015 erfüllen. Wir führen mit allen Partnern intensive Gespräche hinsichtlich Gesetzen und Verträgen, um für Sie die Legalität einer 24h-Betreuung zu gewährleisten und die Kosten für Ihre 24-Stunden-Betreuung aus Osteuropa möglichst gering zu halten.

Aktualisierung: Mindestlohn polnische Pflegekräfte 2017

Ab dem Jahr 2017 erhöht sich der Mindestlohn in Polen erneut. Der Mindestlohn in Polen wird ab dem 01. Januar 2017 mind. 2,70€  brutto (entspricht ca. 12 PLN) pro Stunde betragen. Dies wurde vom polnischen Parlament in Warschau im Juli 2016 beschlossen. Auch in Deutschland steigt der Mindestlohn erneut, sodass ab dem 01. Januar 2017 von derzeit mind. 8,50€ auf 8,84€ brutto pro Stunde zu zahlen ist. Mehr zum Mindestlohn polnische Pflegekräfte 2017.

Sie wünschen weitere Infos zu den 24-Stunden-Pflege Kosten und Mindestlohn?

Selbstverständlich können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren – ganz gleich ob telefonisch, persönlich oder E-Mail. Wir beraten Sie unverbindlich zu Kosten, Mindestlohn und formellen Rahmenbedingungen.

Ihr Team der Jacura 24h-Seniorenbetreuung

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