News & Tipps: Blog zur 24h-Betreuung und Pflege

Jacura ist spezialisiert auf die 24h-Betreuung daheim durch Personal aus Osteuropa und möchte Ihnen hier News, Tipps und Einblicke in die 24-Stunden-Pflege und Betreuung geben. Viel Spaß beim Lesen!

Studie: 24h-Pflegekräfte leisten viel in der häuslichen Pflege

Studie: Verwandte und 24h-Pflegekräfte leisten Großteil der häuslichen Pflege

Einer Studie der Hans Böckler Stiftung zufolge, wird die häusliche Pflege in Deutschland hauptsächlich durch Angehörige und 24h-Pflegekräfte aus Osteuropa geleistet. Auf diese Weise werden mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen zu Hause betreut. Die Grundlage der Studie sind Zahlen aus einer Erhebung, bei der das Iso-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft im Auftrag der Stiftung mehr als 1.000 Haushalte befragt hat, in denen pflegebedürftige Menschen wohnen.

24-Stunden-Betreuungskräfte helfen Ihnen bei der Versorgung Ihres pflegebedürftigen Verwandten
24h-Pflegekräfte können den Angehörigen einen großen Teil der Arbeit abnehmen ; © Robert Kneschke / Fotolia

Angehörige leisten viel Pflegearbeit

Die Studie „Pflege in den eigenen Vier Wänden: Zeitaufwand und Kosten“ beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Facetten der häuslichen Pflege. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie hoch der zu leistende zeitliche und finanzielle Aufwand ist und inwiefern er in Relation zum sozioökonomischen Status der jeweiligen Haushalte steht. Zuerst wurde dabei das Pflegearrangement betrachtet und ermittelt, wer die Hauptpflegeperson ist. Hier bestätigen sich zwei Tendenzen, die auch schon in vorangegangenen Studien ermittelt werden konnten: Zu 66 Prozent waren die Hauptpflegepersonen weiblich, wobei der Anteil männlicher Angehöriger in diesem Bereich weiterhin wächst. Rund 48 Prozent der Hauptpflegepersonen sind der jeweilige Lebens- oder Ehepartner, bei etwa 39 Prozent der Pflegenden handelt es sich um die Tochter oder den Sohn der pflegebedürftigen Person. Sie sind es, die einen maßgeblichen Teil der Arbeit leisten und das Pflegearrangement organisieren. Der zeitliche Aufwand, der dafür betrieben werden muss, liegt mit durchschnittlich 63 Stunden pro Woche weit über dem Arbeitsvolumen einer vollen Arbeitsstelle. Dabei werden nur etwa 10 Prozent dieses Pflegeaufwands von professionellen Dienstleistern abgedeckt, der Rest obliegt den Angehörigen.

 

Etwa ein Fünftel der Hauptpflegepersonen sind völlig auf sich allein gestellt und nehmen weder professionelle noch informelle Hilfe in Anspruch. Verbreitete externe Hilfeleistungen sind zum Beispiel der Pflegedienst, eine Putzkraft oder ein Menüdienst, die vielen Pflegenden einen Teil der Arbeit abnehmen. Aber auch die Leistungen der 24h-Betreuung spielen in vielen deutschen Pflegearrangements eine immer größere Rolle.

24h-Betreuung sorgt für Entlastung

Rund jeder zwölfte Pflegehaushalt beschäftigt der Studie zufolge eine meist polnische Pflegekraft, die mit in der Wohnung wohnt und dort Aufgaben in der Pflege und Hauswirtschaft übernimmt. Besonders in den Fällen, wo ein erhöhter Pflegebedarf besteht, wird oft auf diese Dienstleistung zurückgegriffen. Wenn keine oder die erste Pflegestufe (die Studie wurde vor dem Inkrafttreten des neuen Pflegestärkungsgesetzes durchgeführt; siehe Infos zum Pflegegrad) vorlag, wurde nur in vier beziehungsweise sieben Prozent der Fälle eine 24h-Betreuungskraft engagiert. Fast jeder Zehnte Pflegebedürftige der Pflegestufe II profitierte von den Vorteilen der 24h-Pflege, während rund 22 Prozent und damit knapp ein Viertel aller befragten Haushalte mit Pflegestufe III eine im Haushalt lebende Hilfskraft beschäftigten. Die durchschnittlichen Kosten für die 24h-Betreuung (mehr zu Kosten 24 Stunden Pflege) lagen bei rund 1.800 Euro (Anmerkung: durch Mindestlohn Erhöhung etc. sind die Preise bei legaler Beschäftigung mittlerweile höher; mehr zu Mindestlohn 24 Stunden Pflege), womit es sich hierbei um eine kostengünstigere Alternative zu einem Platz in den meisten Pflegeheimen handelt.

Trotzdem scheint die 24-Stunden-Pflege vornehmlich ein Privileg der besserverdienenden Haushalte zu sein. Mehr als ein Viertel der Befragten mit einem Monatseinkommen von über 5.000 Euro beschäftigte eine solche Betreuungskraft. Kritisch wird in der Studie vor allem der von den Kräften zu leistende Arbeitsumfang betrachtet. Den Angaben der Haushalte zufolge, benötigten die Pflegerinnen fast 10 Stunden täglich, um die Versorgung der pflegebedürftigen Person sicherzustellen. Wenn diese Angaben korrekt sind, liegt hier ein schwerer Verstoß gegen die Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes vor. Da es sich hierbei um Einschätzungen der Familienangehörigen handelt kann nicht mit letzter Konsequenz festgestellt werden, ob diese Zahlen der Wirklichkeit entsprechen. Ohne Zweifel ist es aber sehr wichtig darauf zu achten, dass die Arbeitsbelastung der osteuropäischen Haushaltshilfen in einem rechtlich einwandfreien Rahmen liegt. Die vollständigen Ergebnisse der Studie finden Sie auf der Webseite der Hans Böckler Stiftung.

24h-Betreuung in der häuslichen Pflege

Wenn Sie sich für die Leistungen einer 24h-Pflegekraft interessieren, sollten Sie noch heute ein unverbindliches Angebot anfordern. Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen den Pflegebedarf Ihres Angehörigen und unterbreiten Ihnen auf der Grundlage verschiedene Personalvorschläge. Sobald Sie sich für eine Pflegekraft entschieden haben, kümmern wir uns um die Organisation, die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen (insb. die A1 Bescheinigung) und die Anreise der Betreuerin. Ebenso sind wir im Bereich der Pflegeberatung tätig. So bekommen Sie professionelle Unterstützung bei der häuslichen Pflege und müssen nicht mehr selbst den Löwenanteil in der Unterstützung ihres Angehörigen tragen.

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