Pflegehilfsmittel bei einer 24h-Betreuung und Pflege

Pflegehilfsmittel: Erklärung und Umgang

Wenn es im häuslichen und privaten Bereich zu einer Pflegebedürftigkeit der eigenen Person oder von Angehörigen kommt, stellen sich sehr viele Fragen rund um dieses Thema. Die Pflege eines Angehörigen kann jedoch durch viele Hilfsmittel erleichtert werden, speziell, wenn man den praktischen Teil der Pflege betrachtet. Haben Sie und Ihre Angehörigen sich für eine 24h-Betreuung und Pflege entschieden, können die Hilfsmittel direkt von der osteuropäischen Kraft eingesetzt werden.

Definition Pflegehilfsmittel:

Pflegehilfsmittel sind Geräte und Sachmittel, die zur Erleichterung der häuslichen Pflege notwendig sind, die Beschwerden der/des Pflegebedürftigen lindern und dazu beitragen, eine selbständige Lebensführung zu ermöglichen.

Die Pflegekasse unterscheidet zwischen technischen Hilfsmitteln und den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln.

Wer hat Anspruch auf kostenlose, monatliche Pflegehilfsmittel?

Es gelten folgende Kriterien:

  • Wer eine Pflegestufe - auch Pflegestufe 0 - hat, hat laut Sozialgesetz und nach dem Pflegestärkungsgesetz ab dem 01.01.2015 Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel in Höhe von 40,00 Euro im Monat.
  • Die Pflege muss daheim oder in einer Wohngemeinschaft erfolgen.
  • Die Pflege wird von pflegenden Angehörigen oder einem (ambulanten) Pflegedienst erbracht.
  • Für pflegebedürftige Personen in einem Pflegeheim können von den pflegenden Angehörigen keine Pflegehilfsmittel bestellt werden.

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

Die Kosten werden von der Pflegekasse übernommen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind. Die Pflegehilfsmittel:

  • zur Linderung der Beschwerden von pflegebedürftigen Personen beitragen,
  • zur Erleichterung der Pflege dienen,
  • oder der pflegebedürftigen Person erst eine selbstständige Lebensführung ermöglichen
  • und zum Verbrauch bestimmt sind.

Wie funktionieren die Beantragung und der Bezug von Pflegehilfsmitteln?

Es existieren 2 Möglichkeiten: 

1. Automatische Lieferung jeden Monat

Jede pflegebedürftige Person hat andere Ansprüche und Bedürfnisse an Hilfsmitteln. Schon nach recht kurzer Zeit stellt sich heraus, was am meisten benötigt wird. Um den Pflegenden das ständige Nachbestellen der Hilfsmittel zu erleichtern, haben sich mittlerweile viele Unternehmen darauf spezialisiert, die notwendigen Pflegehilfsmittel jeden Monat direkt nach Hause zu liefern. Die pflegebedürftige Person sowie die Angehörigen müssen sich diesbzgl. also um nichts mehr kümmern.

2. Monatliche Überweisung des Zuschusses direkt auf ein Konto

Wenn der MDK in seinem medizinischen Gutachten bereits vermerkt hat, dass der Patient jeden Monat zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel benötigt, besteht die Möglichkeit, den gesetzlich zustehenden Betrag von 40,00 Euro direkt auf das eigene Konto überwiesen zu bekommen. Hat der MDK diesen Zusatz jedoch nicht im Gutachten zur Pflegestufe vermerkt, ist ein Antrag bei der Pflegekasse notwendig.

Damit sind dann alle Ansprüche auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel abgedeckt. Wenn Sie gratis Hilfsmittel beziehen, macht sich das natürlich auch in den gesamten Kosten einer 24h-Betreuung bemerkbar.

Vorstellung einfacher Pflegehilfsmittel

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige einfache Pflegehilfsmittel zum Verbrauch vor:

Pflegehandschuhe

Oftmals tragen Scham und Unwohlsein dazu bei, dass es einem schwierig fällt, dem Angehörigen, gerade bei Inkontinenz und Wunden, alltäglich zur Seite zu stehen.

Pflegehandschuhe helfen dabei, dieses Gefühl ein wenig zu minimieren. Handschuhe gibt es in allen erdenklichen Größen, aus Latex oder Vinyl und tragen natürlich auch eine große Bedeutung in Hinsicht auf die Hygiene, den Schutz vor Keimen, Ansteckungsgefahr bei Krankheiten oder bei der Versorgung von infizierten Wunden.

Inkontinenzunterlagen

Diese Einlagen für das Bett, den Rollstuhl oder den geliebten Sessel gibt es als Einmalartikel oder aus wasserundurchlässigem Gewebe zum Waschen und mehrmaligen Gebrauch.

Oftmals fühlen sich die Pflegebedürftigen sehr unwohl, wenn sie geliebte Möbel aufgrund ihrer Inkontinenz verschmutzen und ziehen sich zurück oder der Pflegende ist vorsichtig und lässt die zu pflegende Person lieber nicht auf dem Sofa oder Ähnlichem Platz nehmen.

Inkontinenzunterlagen sind eine sehr einfache, aber dennoch effektive Methode, dieses zu vermeiden.

Inkontinenzmaterial

Sowohl Harn- als auch Stuhlinkontinenz lassen sich bei den meisten Pflegebedürftigen und bei den verschiedensten Krankheitsbildern nicht verleugnen oder abwenden. Die Scham der Betroffen ist in den meisten Fällen sehr groß und schränken sehr stark im Alltag ein.

Mit dem geeigneten Inkontinenzmaterial steht dem normalen Leben jedoch kaum etwas im Weg, da die Materialien kaum noch Schwierigkeiten bereiten und die Inkontinenz für Außenstehende nicht sichtbar ist.

Welches Inkontinenzmaterial am hilfreichsten ist, muss individuell ausprobiert werden. Es gibt jedoch sehr viele Möglichkeiten von kleinen Binden zum Kleben bis hin zu sehr großen Einlagen, die auch größere Mengen an Urin auffangen. Des Weiteren sind sogenannte Pants erhältlich, die ähnlich sind wie normale Unterwäsche und die Selbständigkeit nicht einschränken.

Weitere Hilfsmittel sind Schutzschürzen, Händedesinfektionsmittel und Flächendesinfektionsmittel.

Beratung durch Jacura und Antrag stellen

Lassen Sie sich von unseren Pflegeberatern ausführlich informieren und beraten, um ein angenehmeres Leben für die pflegebedürftige Person und ihr Umfeld, insb. die 24h-Betreuungskraft, zu ermöglichen. Weiteres auch hier zu den Leistungen aus der Pflegeversicherung vor dem Hintergrund einer 24h-Betreuung und Pflege und zum Bezug von Pflegegeld.

Bei uns können Sie direkt eine Anfrage zu kostenlosen Pflegehilfsmitteln stellen – telefonisch, per E-Mail oder Kontaktformular.

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